{"id":1922,"date":"2016-07-08T07:45:47","date_gmt":"2016-07-08T05:45:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wein.germana.de\/?p=1922"},"modified":"2016-07-08T22:10:10","modified_gmt":"2016-07-08T20:10:10","slug":"fio-meets-markus-schneider","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wein.germana.de\/?p=1922","title":{"rendered":"FIO meets Markus Schneider"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wein.germana.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2801.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1938 aligncenter\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wein.germana.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2801.jpg?resize=294%2C221\" alt=\"IMG_2801\" width=\"294\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wein.germana.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2801.jpg?resize=300%2C225 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wein.germana.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2801.jpg?resize=768%2C576 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wein.germana.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2801.jpg?resize=1024%2C768 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wein.germana.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2801.jpg?w=1200 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><\/a>Auf der V\u00e9ritable am 4. Juli hatte ich die M\u00f6glichkeit ein exklusives Doppelinterview mit den Gr\u00fcndern des Weinguts FIO (Dirk van der Niepoort, Daniel van der Niepoort und Philipp Kettern) und Markus Schneider zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Hintergrund Markus Schneider: Die Erfolgsstory des\u00a0Winzers aus Ellerstadt in der Pfalz sollte jedem halbwegs\u00a0weininteressierten\u00a0Menschen bekannt sein oder ist zur Gen\u00fcge im Internet verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Hintergrund FIO: Wie in meinem\u00a0<a href=\"http:\/\/www.wein.germana.de\/?p=1884\">Artikel<\/a> beschreiben, wurde das Weingut in Piesport an der Mosel Anfang Juni 2016 gegr\u00fcndet. Als Korrektur zu diesem Artikel ist zu vermerken, dass Dirk Niepoort das Familienunternehmen Niepoort Vinhos nicht verlassen wird (siehe <a href=\"https:\/\/www.falstaff.de\/nd\/niepoort-ruecktritt-vom-ruecktritt\/\">Falstaff<\/a>) und daher FIO eher als Joint Venture mit dem Weingut Lothar Kettern zu sehen ist.<!--more--><\/p>\n<p>Wie sieht Eure Vision aus? Wo wollt ihr Eurer Weingut in den n\u00e4chsten Jahren entwickeln?<\/p>\n<p>Markus Schneider: Eigentlich ist momentan alles genau so wie es sein soll. Ich m\u00f6chte nicht mehr wachsen, sondern an der Qualit\u00e4t arbeiten. Nur wenn mir\u00a0ein paar gute Lagen zum Kauf angeboten w\u00fcrden, w\u00e4re das eine Option. Mein Weingut hat innerhalb von viel k\u00fcrzerer Zeit als erwartet\u00a0meine Vision erf\u00fcllt. Die aktuelle Situation ist wirklich schon perfekt.<br \/>\nDirk Niepoort: Markus ist dann wirklich in einer sehr komfortablen Lage, wenn er nicht wachsen will bzw. entscheiden kann zu wachsen.<br \/>\nMarkus Schneider: OK, beim Thema Export haben wir\u00a0sicher noch etwas Luft. Wir\u00a0wollen die Exportm\u00e4rkte in den n\u00e4chsten Jahren st\u00e4rker entwickeln.<\/p>\n<p>Dirk Niepoort, FIO: Wir haben uns 2012 kennen gelernt und in den letzten Jahren eher Weine zusammen getrunken. Nach dem gemeinsamen Wein Philipp ist es nun an der Zeit ein gemeinsames Weingut hochzuziehen. Die Etiketten unserer ersten vier Weine, die wir heute zum ersten Mal der Fachwelt vorstellen, sind erst vor ein paar Tagen fertig geworden. Heute ist f\u00fcr uns ein sehr wichtiger Tag f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Wie sehen Eure konkreten n\u00e4chsten Schritte aus?<\/p>\n<p>Markus Schneider: Wie bereits angesprochen w\u00fcrden wir gerne die unterschiedlichen Exportm\u00e4rkte st\u00e4rker entwickeln und die Gastronomie weltweit beliefern. Momentan\u00a0verkaufen wir 25% unserer Weine ab Hof und\u00a0beliefern die Gastronomie eher indirekt \u00fcber unsere H\u00e4ndler.<\/p>\n<p>Philipp Kettern, FIO: Unsere Idee war eigentlich zuerst nur auf dem deutschen Markt aktiv zu sein, aber es gibt schon internationale Anfragen. In Deutschland wird Hendrik Thoma unsere Weine vertreiben. Wichtig ist nat\u00fcrlich f\u00fcr uns auch in die Gastronomie zu kommen, daher bietet sich heute das perfekte Publikum.<\/p>\n<p>Wie sieht Eure\u00a0Aufgabenteilung im Weingut aus?<\/p>\n<p>Markus Schneider: Aus meiner Sicht ist wichtig, dass man sich am Anfang um alle Bereiche k\u00fcmmert und sp\u00e4ter die Aufgaben jeweils an die richtigen Leute abgibt. Ich bin momentan sehr zufrieden wie es l\u00e4uft und mit meinem Team gut aufgestellt.<\/p>\n<p>Daniel Niepoort, FIO: Uns ist wichtig ehrliche Weine zu machen und &#8222;weniger ist mehr&#8220; wie mein Vater gerne sagt. Ich bin f\u00fcr FIO nach Piesport an die Mosel gezogen um mit Philipp\u00a0FIO aufzubauen. Es ist f\u00fcr mich eine tolle Gelegenheit die Erfahrungen der letzten 5 Jahre anzuwenden, aber bringt nat\u00fcrlich auch gro\u00dfe Verantwortung mit sich.<\/p>\n<p>Welche Philosophie verfolgt Ihr bei Euren Weinen?<\/p>\n<p>Markus Schneider: Ich bin nicht der Mann, der zur Beschreibung seiner Philosophie die blumigen Worte besitzt. Meine Weine sollen den Leuten schmecken und Spa\u00df machen. Ansonsten sollen meine Weine &#8222;zeitlos&#8220; sein, was immer mehr angenommen wird, weil der Trend weg vom &#8222;schnellen Trinken&#8220; geht.<\/p>\n<p>Philipp Kettern, FIO: Wir wollen alte Mosel-Tradition aufgreifen und perfektionieren: Spontang\u00e4rung, Ausbau\u00a0zwei Jahre ohne Schwefel im gro\u00dfen alten Holzf\u00e4ssern, nur zur F\u00fcllung leichte Schwefelung, unter 12 % Alkohol. Unsere Weine sollen sich in der Flasche entwickeln.<\/p>\n<p>Wie sehen Eure Priorit\u00e4ten im Bezug auf Rebsorten aus?<\/p>\n<p>Markus Schneider: Bez\u00fcglich der Rebsorten und Cuv\u00e9es sehe ich das Weingut perfekt aufgestellt und m\u00f6chte zurzeit nichts \u00e4ndern. Wir haben beispielsweise mal \u00fcberlegt einen der vier Rebsortenweine einzustellen, aber f\u00fcr jeden Wein gibt es seine Liebhaber. Hier drohte mir dann mein Steuerberater, dass er nicht mehr f\u00fcr mich arbeitet, wenn ich den Wein einstelle (Markus l\u00e4chelt). Bez\u00fcglich der Lagenweine \u00fcberlegen wir die Weine erst sp\u00e4ter auf den Markt zu bringen und auf diese Weise f\u00fcr unsere Kunden perfekt zu reifen. So \u00e4hnlich wie wir es mit dem Rotwein bereits jetzt schon machen. Das k\u00f6nnte aber auch von einigen als &#8222;Erziehung&#8220; zum sp\u00e4teren Trinken gesehen werden.<br \/>\nDirk Niepoort: Ich glaube, dass die Kunden bereit daf\u00fcr sind und diesen &#8222;Service&#8220; dankbar annehmen werden. Die Kunden haben heute einfach auch selbst schlechte Lagerm\u00f6glichkeiten und besonders in Gro\u00dfst\u00e4dten keinen Keller zum Weinlagern.<\/p>\n<p>Daniel Niepoort, FIO: Unser Fokus liegt ganz klar auf dem Riesling, der einfach perfekt zur Mosel passt. Ansonsten denken wir schon \u00fcber weitere Rebsorten nach, aber k\u00f6nnen dazu noch nichts konkretes sagen. Daf\u00fcr\u00a0m\u00fcssten wir dann auch Weinberge zukaufen und haben hier auch schon einmal etwas angeschaut. Neuanpflanzung w\u00e4re f\u00fcr uns keine Option.<\/p>\n<p>Wie seht Ihr die Zukunft des Deutschen Weinbaus?<\/p>\n<p>Markus Schneider: Der Deutsche Weinbau hat in den letzten Jahren einen sensationelle Entwicklung vollzogen und ich sehe dies auch als Trend f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>Dirk Niepoort, FIO: Der Deutsche Weinbau besitzt eine wunderbare Dynamik. Ich finde es wunderbar wie sich in den Gro\u00dfst\u00e4dten eine junge hippe Weinszene entwickelt. Die Weinszene setzt auf Authentizit\u00e4t und Pers\u00f6nlichkeit hinter den Weinen.<\/p>\n<p>Wie sind Eure Einsch\u00e4tzungen des Jahrgangs 2016?<\/p>\n<p>Markus Schneider: Aus meiner Sicht kann das ein guter Jahrgang werden. Das Wetter hat sich in der letzten Zeit positiv entwickelt. Vor allem die Bioverb\u00e4nde und Biowinzer sehen momentan die Probleme. Ganz ehrlich finde ich aber auch, dass man auch bei Problemen zu seiner Philosophie stehen und immer eine klare Linie verfolgen sollte.<\/p>\n<p>Philipp Kettern, FIO: Aus unserer Sicht sieht es gut aus und wir sind optimistisch. Ansonsten frag uns n\u00e4chste Ostern nochmal, dann k\u00f6nnen wir mehr sagen.<\/p>\n<p>Welches\u00a0Kompliment zu eurem Wein hat Euch bisher am meisten gefreut?<\/p>\n<p>Markus Schneider: F\u00fcr mich ist es immer ein gro\u00dfes Kompliment, wenn Kollegen ihre Weine mit mir tauschen. Daran merkt man, dass man etwas richtig macht. Ansonsten freue ich mich, wenn meine Frau den neuen Jahrgang probiert und sagt &#8222;Schneiderlein, diese beiden Weine bitte weglegen, die gefallen mir&#8220;<\/p>\n<p>Dirk Niepoort, FIO: Angelo Gaja hat neulich beim Probieren einer meiner Weine gesagt &#8222;So einen Wein m\u00f6chte ich auch gerne mal machen!&#8220; Das hat mich sehr gefreut.<\/p>\n<p>Weitere Infos:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.black-print.net\/\">http:\/\/www.black-print.net\/<br \/>\n<\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fiowines\/?fref=ts\">https:\/\/www.facebook.com\/fiowines\/<br \/>\n<\/a><a href=\"https:\/\/veritable.de\">https:\/\/veritable.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der V\u00e9ritable am 4. Juli hatte ich die M\u00f6glichkeit ein exklusives Doppelinterview mit den Gr\u00fcndern des Weinguts FIO (Dirk van der Niepoort, Daniel van der Niepoort und Philipp Kettern) und Markus Schneider zu f\u00fchren. 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